Paniertes Schnitzel Wiener Art

Das Panierte Schnitzel Wiener Art ist weit mehr als nur ein Gericht – es ist ein kulinarisches Symbol für Österreich, beliebt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit seiner knusprigen Panade und zarten Fleischstruktur gehört es zu den bekanntesten Speisen der mitteleuropäischen Küche. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Zubereitung, Variationen, Servierideen und praktische Tipps für ein perfektes Schnitzel Wiener Art.

Was ist ein Panierter Schnitzel Wiener Art?

Ein Panierter Schnitzel Wiener Art besteht traditionell aus dünn geklopftem Kalbs- oder Schweinefleisch, das zuerst in Mehl, dann in Ei und schließlich in Semmelbröseln gewälzt wird. Anschließend wird es in Butterschmalz oder Öl goldbraun ausgebacken. Der Begriff „Wiener Art“ deutet darauf hin, dass es sich um die klassische Wiener Zubereitung handelt, bei der die Panade besonders dünn und gleichmäßig ist.

Synonyme und verwandte Begriffe: Wiener Schnitzel, paniertes Kalbsschnitzel, Schnitzel nach Wiener Rezept.

Die Geschichte des Wiener Schnitzels

Das Panierte Schnitzel Wiener Art hat seine Wurzeln im 19. Jahrhundert. Obwohl ähnliche Gerichte auch in Italien (Cotoletta alla Milanese) vorkommen, entwickelte sich das Wiener Schnitzel zu einem eigenständigen Klassiker der österreichischen Küche. Schon damals galt es als Festessen für besondere Anlässe, heute ist es aus heimischen Restaurants und Familienküchen nicht wegzudenken.

Zutaten für ein perfektes Wiener Schnitzel

Für ein traditionelles Panierter Schnitzel Wiener Art benötigen Sie:

  • 4 dünn geklopfte Kalbsschnitzel (alternativ Schweine- oder Putenschnitzel)

  • 2–3 EL Mehl

  • 2 Eier

  • 150 g Semmelbrösel (am besten frisch oder fein gemahlen)

  • Salz und Pfeffer

  • Butterschmalz oder neutrales Öl zum Braten

  • Zitronenscheiben zum Servieren

Qualitätsmerkmale der Zutaten

  • Fleisch: Ideal ist frisches Kalbfleisch, dünn geklopft, ohne Sehnen. Schweinefleisch ist eine günstigere Alternative, die in vielen Haushalten beliebt ist.

  • Panade: Frische Semmelbrösel sorgen für extra Knusprigkeit. Fertige Panade kann praktisch sein, verliert aber oft an Geschmack.

  • Fett zum Braten: Butterschmalz gibt den typischen Geschmack, während neutrales Öl die Panade gleichmäßig bräunt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Fleisch vorbereiten

Die Schnitzel gleichmäßig dünn klopfen (ca. 5 mm) und leicht salzen. Dies sorgt für zartes Fleisch und verhindert ein ungleichmäßiges Garen.

2. Panierstraße vorbereiten

Richten Sie drei Teller:

  1. Mehl mit etwas Salz und Pfeffer

  2. Verquirlte Eier

  3. Semmelbrösel

Jedes Schnitzel zuerst in Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen, dann durch das Ei ziehen und zuletzt in den Semmelbröseln wenden. Achten Sie darauf, dass die Panade vollständig bedeckt, aber nicht zu dick ist.

3. Braten

Erhitzen Sie Butterschmalz oder Öl in einer großen Pfanne. Das Fett sollte heiß, aber nicht rauchend sein. Die Schnitzel bei mittlerer Hitze goldbraun braten, ca. 3–4 Minuten pro Seite. Wichtig: Nicht zu viele Schnitzel auf einmal braten, sonst kühlt das Fett ab und die Panade wird weich.

4. Abtropfen lassen und servieren

Nach dem Braten die Schnitzel kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Servieren Sie sie heiß mit einer Zitronenscheibe. Beliebte Beilagen sind Kartoffelsalat, Pommes, Petersilienkartoffeln oder ein gemischter Salat.

Variationen des Wiener Schnitzels

Obwohl die klassische Version am bekanntesten ist, gibt es viele leckere Variationen:

  • Schnitzel vom Schwein: Günstiger und in vielen Haushalten sehr beliebt.

  • Gefülltes Schnitzel: Mit Käse, Schinken oder Spinat gefüllt.

  • Vegetarisches Schnitzel Wiener Art: Mit Soja, Seitan oder Gemüse wie Sellerie- oder Auberginenscheiben paniert.

  • Panade mit Nüssen oder Kräutern: Für eine besondere Note können gehackte Mandeln oder frische Kräuter unter die Semmelbrösel gemischt werden.

Praktische Tipps für ein perfektes Schnitzel

  1. Dünn klopfen: Das Fleisch sollte dünn und gleichmäßig sein, so wird es zart und die Panade knusprig.

  2. Panade richtig anlegen: Überschüssiges Mehl oder Ei abklopfen, sonst entsteht eine ungleichmäßige Kruste.

  3. Fett heiß genug: Testen Sie die Temperatur, indem Sie ein paar Semmelbrösel ins Fett streuen – sie sollten sofort brutzeln.

  4. Nicht zu viel auf einmal braten: Sonst kühlt das Fett ab und die Panade wird matschig.

  5. Schnitzel ruhen lassen: Kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen, bevor Sie servieren, um überschüssiges Fett zu entfernen.

Serviervorschläge

Das Panierte Schnitzel Wiener Art lässt sich vielseitig servieren:

  • Klassisch: Mit Zitronenscheibe, Kartoffelsalat oder Petersilienkartoffeln.

  • Festlich: Mit Preiselbeeren und grünen Bohnen, ideal für Familienfeste.

  • Modern: Mit Rucola, Cherrytomaten und Parmesan für eine leichte, frische Variante.

Beliebte Beilagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

  • Deutschland: Pommes, Kartoffelsalat, Rotkraut

  • Österreich: Erdäpfelsalat, Gurkensalat, Preiselbeeren

  • Schweiz: Rösti, gemischter Salat, gedünstetes Gemüse

Häufige Fehler vermeiden

  • Panade fällt ab: Mehl, Ei und Brösel sorgfältig auftragen und das Schnitzel nicht bewegen, bevor die Unterseite fest ist.

  • Fett zu kalt: Schnitzel werden fettig und nicht knusprig.

  • Fleisch zu dick: Wird schwer gar und trocken.

Fazit

Das Panierte Schnitzel Wiener Art ist ein Klassiker, der in jeder Küche gelingen kann, wenn man ein paar Grundregeln beachtet. Mit zartem Fleisch, knuspriger Panade und frischen Beilagen wird es zu einem echten Highlight auf dem Tisch. Ob traditionell oder modern interpretiert, das Wiener Schnitzel bleibt ein zeitloser Genuss für die ganze Familie.

Mit den richtigen Zutaten, etwas Geduld und den Tipps aus diesem Artikel gelingt Ihnen ein perfektes Panierter Schnitzel Wiener Art – außen knusprig, innen saftig, einfach unwiderstehlich.