Weihnachten ist die Zeit für Duftkerzen, Tannengrün und natürlich für köstliches Gebäck. Unter den Klassikern der Weihnachtsbäckerei sticht ein besonderes Highlight hervor: Hausgemachte Spitzbuben wie aus Omas Weihnachtsküche. Diese zarten, buttrigen Kekse mit fruchtiger Füllung sind nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern auch ein Stück Nostalgie, das Kindheitserinnerungen wachruft. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du Spitzbuben traditionell zubereitest, welche Variationen möglich sind und geben praktische Tipps, damit sie perfekt gelingen.
Was sind Spitzbuben? Eine kleine Geschichte
Spitzbuben gehören zur Familie der klassischen Butterplätzchen und sind besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein unverzichtbarer Bestandteil der Weihnachtszeit. Typisch für Spitzbuben ist ihre zweigeteilte Struktur: Ein Keksboden wird mit Konfitüre bestrichen, ein zweiter Deckel mit einer schönen Form – meist rund oder sternförmig – daraufgelegt. Durch die Öffnung in der Mitte, die oft wie ein kleines Fenster aussieht, schimmert die fruchtige Füllung hindurch.
Der Name „Spitzbub“ stammt aus dem 18. Jahrhundert und beschreibt ursprünglich einen frechen Burschen – passend zu den kleinen, schelmischen Plätzchen, die beim Backen gerne einmal auseinanderlaufen oder brechen. Heute sind sie vor allem ein Symbol für handgemachte Weihnachtsfreude und kulinarische Tradition.
Die Zutaten für perfekte Spitzbuben
Um hausgemachte Spitzbuben wie aus Omas Weihnachtsküche zu backen, benötigst du hochwertige Zutaten, die den authentischen Geschmack garantieren:
Für den Teig:
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250 g Butter (zimmerwarm)
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200 g Zucker
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1 Prise Salz
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1 Päckchen Vanillezucker
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1 Ei
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350 g Mehl
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50 g Speisestärke
Für die Füllung:
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150–200 g Konfitüre (Himbeere, Erdbeere oder Aprikose)
Optional:
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Puderzucker zum Bestäuben
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Zitronenschale oder Zimt für eine winterliche Note
Die Qualität der Zutaten ist entscheidend: Butter und frische Eier machen den Teig besonders zart, während eine fruchtige, nicht zu flüssige Konfitüre den klassischen Geschmack von Omas Küche widerspiegelt.
Schritt-für-Schritt Anleitung zum Backen
Teig zubereiten
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Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer großen Schüssel cremig rühren.
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Das Ei hinzufügen und gut unterrühren.
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Mehl und Speisestärke sieben und nach und nach unter die Butter-Ei-Mischung kneten, bis ein glatter Teig entsteht.
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Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Ausrollen und Formen
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Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 3–5 mm dick ausrollen.
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Mit runden oder weihnachtlichen Ausstechern die Keksböden ausstechen.
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Die Hälfte der Kekse in der Mitte mit einer kleinen Öffnung ausstechen – diese dienen als Deckel.
Backen
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Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
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Die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
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Ca. 8–10 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind.
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Die Kekse auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Füllen und Verzieren
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Die Konfitüre leicht erwärmen, damit sie streichfähig wird.
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Die unteren Keksböden dünn mit Konfitüre bestreichen.
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Die Deckel mit der Öffnung vorsichtig auflegen.
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Optional die fertigen Spitzbuben mit Puderzucker bestäuben.
Tipps für den perfekten Geschmack
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Teig nicht zu lange kneten: Ein zu stark bearbeiteter Teig kann zäh werden. Nur so viel kneten, bis alle Zutaten verbunden sind.
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Kühl lagern: Ein kalter Teig lässt sich leichter ausrollen und ausstechen.
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Konfitüre variieren: Klassisch sind Himbeer oder Aprikose, aber auch Johannisbeere oder Pflaume schmecken köstlich.
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Doppelte Portion backen: Spitzbuben lassen sich gut einfrieren – ideal für die Weihnachtszeit.
Varianten für kreative Spitzbuben
Wer den klassischen Geschmack liebt, kann dennoch kreativ werden:
Nussige Spitzbuben
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50 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse unter den Teig mischen.
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Verleiht den Keksen einen leicht nussigen Geschmack und eine besondere Textur.
Schokoladen-Spitzbuben
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Den Keksboden nach dem Backen mit Zartbitterschokolade bestreichen, bevor die Konfitüre aufgetragen wird.
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Eine moderne Variation, die besonders bei Kindern beliebt ist.
Gewürz-Spitzbuben
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Etwas Zimt, Nelken oder Muskat in den Teig einarbeiten.
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Diese Gewürze sorgen für eine weihnachtliche Note und machen die Spitzbuben noch aromatischer.
Tipps für die perfekte Aufbewahrung
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Spitzbuben halten sich in einer luftdichten Keksdose mehrere Wochen.
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Zwischen die Lagen Backpapier legen, um ein Zusammenkleben zu verhindern.
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Bei Raumtemperatur lagern, nicht im Kühlschrank – sonst werden sie trocken.
Warum hausgemachte Spitzbuben wie aus Omas Weihnachtsküche so besonders sind
Der unverwechselbare Charme der Spitzbuben liegt nicht nur im Geschmack, sondern auch in der liebevollen Zubereitung. Hausgemachte Spitzbuben wie aus Omas Weihnachtsküche verbinden Tradition, Handwerk und Familienrituale. Sie sind ein Stück Kulturgeschichte und ein Highlight auf jedem Weihnachtsteller. Wer sie selbst backt, erlebt den Zauber der Weihnachtszeit intensiv – vom Teigkneten bis zum verführerischen Duft aus dem Ofen.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
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Teig zu weich: Kühlschrankkühlung hilft, damit die Kekse nicht auseinanderlaufen.
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Zu viel Konfitüre: Dadurch werden die Spitzbuben matschig – lieber dünn bestreichen.
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Zu lange Backzeit: Die Kekse sollen leicht goldbraun sein, nicht dunkelbraun, sonst verlieren sie ihre Zartheit.
Fazit
Hausgemachte Spitzbuben wie aus Omas Weihnachtsküche sind weit mehr als nur Plätzchen – sie sind ein Stück Tradition, das Generationen verbindet. Mit frischen Zutaten, ein wenig Geduld und Liebe zum Detail gelingen diese Klassiker perfekt. Ob pur, mit Nüssen, Schokolade oder winterlichen Gewürzen – Spitzbuben verzaubern jeden Weihnachtstisch. Wer einmal selbst Hand anlegt, wird den Unterschied zu gekauftem Gebäck sofort schmecken und die festliche Stimmung noch intensiver genießen.
Also, Schürze an, Teig ausrollen und die Weihnachtsbäckerei kann beginnen! Mit hausgemachten Spitzbuben zauberst du nicht nur ein Lächeln auf die Gesichter deiner Familie, sondern hältst auch eine wertvolle Tradition lebendig.