Wer die österreichische Küche liebt, kommt an einem klassischen Wiener Saftgulasch zartes Fleisch in sämiger Zwiebelsoße kaum vorbei. Dieses traditionelle Gericht ist nicht nur ein Fest für den Gaumen, sondern auch ein perfektes Beispiel für die Verbindung von zartem Fleisch, aromatischen Gewürzen und einer cremigen, geschmackvollen Soße. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Zubereitung, die Geschichte und die besten Tipps, um das Gulasch zu Hause perfekt hinzubekommen.
Die Geschichte des Wiener Saftgulaschs
Das Gulasch hat seine Wurzeln in Ungarn, wurde aber im Laufe der Jahrhunderte in Österreich weiterentwickelt. Das Wiener Saftgulasch zeichnet sich durch besonders saftiges Fleisch und eine sämige Zwiebelsoße aus, die dem Gericht seinen unverwechselbaren Geschmack verleiht. Anders als der ungarische Gulasch, der oft mit Paprika und Tomaten zubereitet wird, setzt die Wiener Variante stärker auf Zwiebeln, Brühe und eine schonende Gartechnik, um das Fleisch besonders zart zu machen.
Dieses Gericht wurde ursprünglich als Mahlzeit für Arbeit und Geselligkeit geschätzt. Heute ist es in Wiener Gasthäusern ebenso beliebt wie bei Familienessen zu Hause. Wiener Saftgulasch zartes Fleisch in sämiger Zwiebelsoße ist somit ein echter Klassiker der österreichischen Küche und hat auch in Deutschland und der Schweiz viele Liebhaber gefunden.
Zutaten für das perfekte Wiener Saftgulasch
Die Basis für ein gelungenes Wiener Saftgulasch zartes Fleisch in sämiger Zwiebelsoße liegt in hochwertigen Zutaten. Je besser die Rohstoffe, desto aromatischer das Ergebnis.
Für 4 Personen benötigen Sie:
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800 g Rindfleisch (am besten Schulter oder Wadschinken)
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4 große Zwiebeln
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2 EL Butterschmalz oder Öl
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2 EL Mehl
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500 ml Rinderbrühe
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1 EL Tomatenmark (optional für zusätzlichen Geschmack)
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2 Lorbeerblätter
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3–4 Wacholderbeeren
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Salz, Pfeffer und Paprika (edelsüß) nach Geschmack
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1 Schuss Rotwein (optional, für zusätzliche Tiefe)
Tipp: Achten Sie darauf, dass das Fleisch marmoriert ist – das Fett sorgt während des langsamen Garens für besonders zarte Konsistenz.
Die Zubereitung Schritt für Schritt
H2: Fleisch anbraten – die Basis für Geschmack
Das Geheimnis eines saftigen Wiener Gulaschs liegt im sorgfältigen Anbraten des Fleisches. Schneiden Sie das Rindfleisch in gleichmäßige Würfel und erhitzen Sie das Butterschmalz in einem schweren Topf. Das Fleisch portionsweise scharf anbraten, bis es rundum eine schöne Bräunung hat. Diese Karamellisierung sorgt für die typische Tiefe in Geschmack und Farbe der Soße.
H2: Zwiebeln richtig karamellisieren
Während das Fleisch ruht, die Zwiebeln in feine Streifen schneiden. In demselben Topf die Zwiebeln langsam goldbraun braten. Dieser Schritt ist entscheidend, um die spätere Soße sämig und aromatisch zu machen.
Tipp: Geduld zahlt sich aus – Zwiebeln bei mittlerer Hitze etwa 15–20 Minuten braten, bis sie süßlich duften.
H2: Die sämige Soße herstellen
Nachdem Fleisch und Zwiebeln vorbereitet sind, wird das Mehl untergerührt, um die Basis für die sämige Soße zu bilden. Danach die Brühe langsam dazugießen und gut verrühren. Das Fleisch wieder hinzufügen und Lorbeerblätter sowie Wacholderbeeren einlegen.
Das Gulasch nun bei niedriger Hitze mindestens 1,5 bis 2 Stunden schmoren lassen. Das langsame Garen sorgt dafür, dass das Fleisch butterweich wird und die Soße eine cremige Konsistenz erhält.
Tipp: Ein Schuss Rotwein oder ein kleines Stück Schokolade kann der Soße zusätzliche Tiefe verleihen.
Varianten des Wiener Saftgulaschs
Das klassische Wiener Gulasch lässt sich wunderbar variieren:
H3: Mit Pilzen
Champignons oder Steinpilze passen hervorragend in die sämige Zwiebelsoße und verleihen dem Gericht ein intensives Aroma.
H3: Mit Paprika und Karotten
Für eine fruchtige Note können Paprikastreifen und Karottenwürfel kurz vor Ende der Garzeit hinzugefügt werden.
H3: Vegetarische Alternative
Wer kein Fleisch möchte, kann das Rezept mit Seitan oder kräftigem Gemüse wie Sellerie und Linsen abwandeln – die Zwiebelsoße bleibt das Herzstück des Gerichts.
Beilagen, die perfekt dazu passen
Wiener Saftgulasch zartes Fleisch in sämiger Zwiebelsoße harmoniert besonders gut mit klassischen Beilagen:
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Frisches Bauernbrot oder Baguette zum Auftunken der Soße
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Nockerl oder Spätzle für die traditionelle Variante
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Kartoffelpüree für eine cremige Kombination
Tipp: Ein frischer Gurkensalat oder Rotkraut rundet das Gericht geschmacklich ab und sorgt für frische Aromen.
Praktische Tipps für das perfekte Gulasch
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Geduld ist alles: Je länger das Fleisch bei niedriger Temperatur schmort, desto zarter wird es.
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Fleischqualität beachten: Schulter oder Wadschinken haben die perfekte Struktur für Gulasch.
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Nicht hetzen: Zwiebeln langsam karamellisieren – das macht die Soße sämig und aromatisch.
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Abschmecken nicht vergessen: Salz, Pfeffer und Paprika am Ende der Garzeit nachjustieren.
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Reste aufbewahren: Gulasch schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, da die Aromen Zeit hatten, sich zu verbinden.
Fazit
Das Wiener Saftgulasch zartes Fleisch in sämiger Zwiebelsoße ist ein kulinarischer Klassiker, der Tradition, Geschmack und Komfort auf perfekte Weise vereint. Mit etwas Geduld, den richtigen Zutaten und der Liebe zum Detail gelingt dieses Gericht in jeder heimischen Küche. Ob in Wien, München oder Zürich – dieses Gulasch begeistert alle, die zartes Fleisch und aromatische Soßen lieben.
Probieren Sie es aus, folgen Sie den Tipps und genießen Sie die herrliche Kombination aus saftigem Fleisch, sämiger Zwiebelsoße und den typischen Aromen der Wiener Küche. Ein echter Genuss, der Familie und Freunde gleichermaßen begeistert.